KPM KARL PETER MULLER PREIS FÜR KUNSTNACHLÄSSE
VOM ARCHIV ZUR ZUKUNFT – NACHLASS ALS MÖGLICHKEIT
Künstlerische Nachlässe bewahren, gestalten, weitergeben
Künstlerische Nachlässe entstehen über viele Jahre – in Ateliers, in Archiven, in Gesprächen. Immer beteiligt sind Menschen, die dieses Werden begleiten: Künstlerinnen und Künstler selbst und diejenigen, die Werke ordnen, dokumentieren, vermitteln oder mit neuen Ideen zugänglich machen.
Ob zu Lebzeiten oder nach einem Erbfall: Die Verantwortung für ein Lebenswerk wirft viele Fragen auf. Wie strukturiert man einen Nachlass? Was ist relevant? Wie bleibt ein Werk für die Zukunft lebendig? Und welche kreativen Lösungen können anderen als Vorbild dienen?
Gerade hier entstehen heute beeindruckende Projekte und Engagements, die nicht nur bewahren, sondern Nachlassarbeit neu denken – professionell, künstlerisch, experimentell.
Um diese Arbeit sichtbar zu machen, wurde der KPM Karl Peter Muller-Preis für Kunstnachlässe von den Akademischen Werkstätten e. V. ins Leben gerufen. Ausgezeichnet werden Personen, Initiativen und Projekte, die mit besonderer Sorgfalt und Kreativität künstlerische Nachlässe begleiten und damit inspirierende Beispiele setzen.
Der jurierte Preis würdigt Engagement, Innovationskraft und die Bedeutung künstlerischer Lebenswerke – und setzt ein Zeichen für ihren nachhaltigen Erhalt und ihr Weiterwirken.
AUSSCHREIBUNG 2026
Start: 5. Februar 2026
Einsendeschluss: 31. Juli 2026 um 20 Uhr oder Poststempel
ZIELE & AUSZEICHNUNG
Gefördert werden Konzepte, die das künstlerische Erbe sichtbar und zugänglich machen – z. B. durch:
- Werkverzeichnisse
- Internetpräsenz
- Ausstellungen
- Kooperationen mit Museen, Stiftungen und Vereinen
- Auch der Umgang mit Vorlässen kann ausgezeichnet werden.
DOTIERUNG
- 5.000 € Preisgeld
- Präsentation des Nachlasses 2027
- Kostenfreie Beratung durch den Bundesverband Künstlernachlässe e.V. (BKN)
Die Ausstellung wird voraussichtlich ab Februar 2027 in den
Räumen des BBK in Karlsruhe stattfinden.
INFORMATIONEN ZUM PREIS
Der Preis erinnert an den Künstler Karl Peter Muller (1935–2000) –
Grenzgänger zwischen Kunst, Gesellschaft und Zeitgeschichte. Die Akademischen Werkstätten e. V., 1993 von ihm gegründet, bewahren sein Werk und fördern heute – unter der Leitung seiner Tochter Josefine Müller zusammen mit Familie und Freunden – den Dialog zwischen Kunst und Nachlasspflege.
Der KPM Karl Peter Muller-Preis wurde 2022 ins Leben gerufen,
um den gesellschaftlichen Beitrag von Künstler:innen zu würdigen. Ihre Arbeiten dokumentieren Zeit-, Stadt- und Kunstgeschichte und prägen die kulturelle Identität der Region.
VERGABERICHTLINIEN KPM KARL PETER MULLER-PREIS 2026
Die Akademischen Werkstätten e. V. schreiben den KPM Karl Peter
Muller-Preis aus. Das Ziel dieser speziellen Kunstförderung
besteht in der Erhaltung des künstlerischen Nachlasses und der
Realisierung eines gemeinsam entwickelten Nachlass-Konzeptes.
- Bewerbungsschluss
Bis zum 31. Juli 2026 um 20 Uhr oder Poststempel muss die
Bewerbung an die Akademischen Werkstätten e. V. KPM
Karl Peter Muller-Preis z. Hd. Josefine Müller elektronisch
und/oder analog übermittelt werden. Die Jury entscheidet
voraussichtlich im Sommer 2026 Anträge, die nach Ablauf der
Frist eingehen oder bis zum Bewerbungsschluss 2026 nicht in beurteilungsfähiger Form vorliegen, werden nicht zur Prüfung zugelassen. Formlose Anträge werden nicht geprüft.
- Zur Bewerbung sind folgende Bewerbungsunterlagen
analog/online erforderlich:
– Bewerbungsformular
– kurzer Lebenslauf mit Angaben zu Person, Lebenslauf,
künstlerischem Werdegang (Max. 3000 Zeichen
inkl. Leerzeichen)
– Auflistung der bisherigen (wichtigsten) Ausstellungen
– Aussagekräftiges Bildmaterial (Kataloge, Fotos), das
vorwiegend aktuelle Arbeiten zeigt (etwa 20 Abbildungen)
– Kurzbeschreibung der Idee des Nachlasskonzeptes
(Max. 3000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
– Die Bewerbung kann in deutscher oder englischer
Sprache abgefasst sein - Die Unterlagen finden Sie www.kpmuller.com oder
hier.
- Zusätzlich Dokumentationsmaterialien/Portfolio zur Nachlass-Arbeit, z. B. Fotos (maximal Din A4) und/oder Kataloge (maximal 3). Nur für zeitbasierte Medien: Internetvorschau von Werkbeispielen/Ausschnitten (eigene Website, Vimeo, Youtube, o.ä.) mit einer Gesamtlänge von 10 min. Bei der Kodierung bitte folgende Richtlinien beachten: vimeo.com/help/compression. Ausgeschlossen sind Originale, Unikate und Pressetexte.
- Nur Materialien, die den genannten Voraussetzungen
entsprechen, werden bei der Prüfung berücksichtigt. Nicht den Kriterien entsprechende Anträge werden vom Juryverfahren ausgeschlossen. Alle eingereichten Unterlagen gehen in das Eigentum der Akademischen Werkstätten e. V. über und werden nicht zurückgeschickt.
BEDINGUNGEN
Teilnehmen können Künstlerinnen und Künstler, Nachlassverwalterinnen und Nachlassverwalter sowie Erbinnen und Erben aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe, die Projekte zur Bewahrung, Dokumentation und Präsentation von Nachlässen der Bildenden Kunst einschließlich der Bildhauerei unterstützen.
AUSWAHLVERFAHREN
Die Auswahl erfolgt durch eine Jurysitzung. Die Jury besteht
aus Mitgliedern, die im Vergabejahr von den Akademischen
Werkstätten e. V. bestimmt werden.
Schriftliche Bewerbungen an:
E-Mail: info@kpmuller.com
oder per Post:
Josefine Müller
c/o Akademische Werkstätten e. V.
Bewerbung KPM Karl Peter Muller-Preis 2026
Paosostr. 32
81243 München
AKADEMISCHE WERKSTÄTTEN e. V.
+49 (0)172 8984727 · info@kpmuller.com
Weitere Informationen:
www.kpmuller.com · www.art-karlsruhe.de
www.bundesverband-kuenstlernachlaesse.de
Spendenkonto: VR Bank Südpfalz Konto
IBAN DE18 5486 2500 0102 1104 40, BIC GENODE61SUW



