Ausstellung der Albert Haueisen Preisträgerinnen von 2024
Vernissage: 26. Oktober 2025 | 11:00 Uhr
Begrüßung: Knut Maurer, 1. Vorsitzender
Einführung: Simone Maria Dietz M.A.
Musik: „Duo des Mômes“ – Roland Preuß (Vibraphon) und Al Zanabili (Percussion)
In einer großen Doppelausstellung würdigt das Zehnthaus Jockgrim die beiden Albert Haueisen Preisträgerinnen des vergangenen Jahres. Annette Czopf und Viktoria Shylova
Den Hauptpreis des Wettbewerbs erhielt die Zeichnerin Annette Czopf. Mit ihrer Tinte-Zeichnung auf Baumwollleinwand, den Förderpreis erhielt die Nachwuchskünstlerin Viktoria Shylova mit ihrem in Öl und Acryl gemalten abstrakten Gemälde.
Czopf und Shylova hatten sich gegenüber 391 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durchgesetzt.

Annette Czopf
geb. 1963 in Stuttgart
ab 1992 Design, Produktentwicklung, Lehrauftrag Kunst
2006 Qualitätsmanagement in der VR China, permanent
Kunstschaffende
Intuitiv und mit Hingabe wende ich mich Lebensprozessen zu.
Ich möchte mich künstlerisch dorthin begeben, wo das Entstehen und das Vergehen aufeinandertreffen. Unbekanntes und Ungewohntes einfühlend entdecken und erkunden ist auch der Prozess im Entstehen meiner Arbeiten.
Ich zeichne mit schwarzem Fineliner auf rohen Baumwollnessel. Der Stoff ist leicht zu transportieren, kann aufgebügelt werden und ist damit flexibel und für meine Ansprüche passend. Meine Zeichnungen entstehen aus Farbschlieren, Klecksen, Strukturen, Pinselstrichen und Farbschichten, die ich als Abklatsch von einer mit Acrylfarbe versehenen Zementputzplatte gezielt auf den Stoff bringe.
Zufälle fließen in die weitere Umsetzung ein.
Erfahrungen aus dem textilen Bereich beeinflussen daneben mein Arbeiten in unterschiedlicher Form. Gebügelt, in Falten gelegt, gechintzt, entwoben, gebleicht oder auch vernäht entstehen Bilder ganz nah an meinen Beobachtungen.
Viktoria Shylova

geb. 26.01.1998 in Sumy, Ukraine
hat ihr Studium der Freien Kunst an der Staatlichen Kunstakademie Karlsruhe 2024 abgeschlossen. Sie studierte in den Klassen von Prof. Leni Hoffmann, Prof. Daniel Roth und Olaf Quantius. Seit Winter 2024 macht sie den Quereinstieg in das künstlerischen Lehramt an der Universität der Künste, Berlin.
Die Malereien von Viktoria Shylova sind Gesten zwischen Zeigen und Verbergen, zwischen Absicht und Absichtslosigkeit, in denen das Ungewisse und Unausgesprochene, die Pause und die Leerstelle überwiegen. Erzählungen wer den begonnen aber nie vollendet. Es wird angedeutet, um sogleich zu entkräften. In ihrer Arbeit wendet sie sich den Umwegen, Abwegen und Abschweifungen im künstlerischen Prozess zu, der schließlich einen Dialog zwischen Abstraktion und (Un)gegenständlichkeit, Suche und Formfindung bildet.



